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Ein frischer Blick auf Bestandsoptimierung im Lebensmittelbereich

By Scott Fenwick,
Taking A Fresh Look at Food Inventory Optimization

Drei Trends verändern die Lebensmittel- und Food-Service-Branche. Jeder einzelne Trend ist dabei für sich von Bedeutung, doch erst bei gemeinsamer Betrachtung wird die Notwendigkeit eines besseren Bestandsmanagements – und die große Gelegenheit – offensichtlich. Welche Unternehmen werden die Vorteile für sich nutzen? Diejenigen, die die richtige Technologie nutzen, werden am Ende die Nase vorn haben.

Omnichannel gewinnt vermehrt auch jenseits des Mode-Einzelhandels an Bedeutung

Der erste Trend, der sich auf Lebensmittel- und Food-Service-Unternehmen auswirkt, geht hin zu neuen, zeitsparenden Einkaufserlebnissen im Lebensmittelladen vor Ort. Da Kunden immer mehr Geschwindigkeit und Annehmlichkeit verlangen als je zuvor, ist eine Vielzahl neuer Möglichkeiten entstanden, darunter Curbside-Pickup, Lieferungen an Abholstationen, Click-and-Collect sowie Hauslieferungen, und es entstehen stetig weitere neue Optionen. Die Beliebtheit dieser Angebote lässt ein baldiges explosionsartiges Wachstum erwarten. Bedenken Sie:

  • Aktuellen Umfragen zufolge haben bereits 47 Prozent der Internetnutzer Lebensmittel online bestellt und 55 Prozent planen dies künftig.1
  • Gleichzeitig geben 59 Prozent der Verbraucher an, dass sie sich für einen anderen Anbieter entscheiden würden, wenn ihr Supermarkt ihre Erwartungen in Bezug auf Versand und Zustellung nicht erfüllt.2
  • Neue Optionen im Lebensmittel- und Food-Service-Bereich – die Partnerschaft zwischen Amazon und Whole Foods, Meal Kits, die Möglichkeit, Waren nach Hause geliefert zu bekommen, und mehr – steigern die Erwartungen der Kunden und machen die Ausführung zum entscheidenden Faktor.

Genau wie in anderen Branchen stellt der Omnichannel im Lebensmittel- und Food-Service-Bereich eine Herausforderung in Bezug auf den Warenbestand dar. Dem Verbraucher werden verschiedene Einkaufserfahrungen angeboten, wobei das Fulfilment für alle auf Filialebene stattfinden muss. Jede neue Fulfilment-Option beinhaltet eine neue Nachfragequelle, die ihrerseits eine Steigerung, aber auch eine mögliche Verschiebung der Nachfrage bedeutet. Es ist komplizierter denn je, die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.

Im Gegensatz zu anderen Branchen ist der Aspekt des Warenverderbs im Lebensmittel- und Food-Service-Bereich eine weitere Schwierigkeit. Ein großartiges Kundenerlebnis ist davon abhängig, eine ausreichende Menge an Waren auf Lager zu haben. Doch ein zu großer Warenbestand wirkt sich auf die Margen aus – insbesondere, wenn es sich um verderbliche Güter handelt. Wie können Sie einen Ausgleich beim Bestand schaffen und der Nachfrage auf unterschiedlichen Kanälen und im Laden entgegenkommen – ohne dabei zu viel durch Verderb zu verlieren?

Frische ist entscheidend

Der zweite Faktor, der die Veränderung antreibt, ist die wachsende Bedeutung von Frischwaren. Da Kunden ein immer größeres Interesse an unverarbeiteten und biologisch angebauten Lebensmitteln haben, macht Frische den entscheidenden Unterschied und ist ein wichtiger Faktor, wenn es um Kundenbindung geht.

  • Tatsächlich stammen 40 Prozent der Einnahmen in der Lebensmittelbranche aus dem Verkauf von Frischwaren.3
  • 70 Prozent der Befragten gaben an, dass das Angebot von qualitativ hochwertigen Frischwaren für sie die wichtigste Rolle spielt.4
  • Lebensmittelhändler berichten, dass Verbesserungen beim Frischwarenangebot in der Regel zu einer Steigerung der Verkaufserträge um 5 bis 10 Prozent und einer Vergrößerung der Margen um 2 bis 4 Prozent führen.5
  • Gleichzeitig liegen die Verluste der Supermärkte aufgrund von Verderb nach Studien des USDA Economic Research Service zur Lebensmittelvergeudung zwischen durchschnittlich 12 Prozent bei Frischobst und 4,5 Prozent bei Frischfleisch, Geflügel und Fisch.6

Natürlich ist es schwer, zu bestimmen, wie viele Frischwaren auf Lager sein sollten, da sie verderblich sind. Sie müssen genug vorrätig haben, um Kunden zu gewinnen und die Kundentreue zu fördern, aber gleichzeitig Abfälle minimieren. Wiederum ist Bestandsmanagement der Schlüssel, wenn es um die richtige Balance geht, verderbliche Waren anzubieten und gleichzeitig Margen zu erhalten.

Neue Technologien sorgen für stete Vorteile

Der dritte große Trend ergibt sich aus der Einführung einer neuen In-Store-Technologie, die es Lebensmittelhändlern ermöglicht, ihre Möglichkeiten zur Durchführung einer genauen laufenden Inventur erheblich zu verbessern.

Bisher mussten Mitarbeiter von Lebensmittelmärkten die Regalreihen abgehen und feststellen, ob irgendwo Bestandsabweichungen vorliegen. Dabei hatten sie in der Regeln große, unhandliche Lesegeräte bei sich, um Bestandsmengen zu prüfen, Aktualisierungen festzuhalten und sogar manuell Nachbestellungen in Auftrag zu geben. Dieses Vorgehen war sehr arbeitsaufwändig und bot den Unternehmen keine Möglichkeit, die Vorteile moderner, automatisierter Replenishment-Technologie zu nutzen.

Heute haben Läden dank neuartiger Geschäftslösungen die Möglichkeit, sich auf die grundlegende Aufnahme von Änderungen im Bestand zu konzentrieren, anstatt manuell Bestellungen durchzuführen. Diese Tools ermöglichen einen scan-basierten Empfang, wenn neue Lieferungen aus dem Vertriebszentrum ankommen, und Bestandsanpassungen, wenn Produkte versehentlich beschädigt werden. Dabei kommen erstklassige Prozesse wie Cycle-Counting zum Einsatz, um langen Wartezeiten für den Ladenbestand entgegen zu wirken. Eine zuverlässigere Genauigkeit bei der laufenden Inventur in der Filiale ist die Folge.

Dieser Fortschritt bietet Lebensmittelhändlern neue Möglichkeiten, manuelle Bestellprozesse bei Einkaufaufgaben zu vermeiden. Im Gegenzug wird es zentralisierten Einkaufteams ermöglicht, bewährte Optimierungsprinzipien zu nutzen und einen Großteil der Prognose- und Replenishment-Arbeiten zu automatisieren. Das Ergebnis? Besseres Bestandsmanagement und ein verbesserter Betrieb, da Ladenmitarbeiter nun mehr Zeit, sich auf die Kunden und den Zustand der Filiale selbst zu konzentrieren.

Manhattan stillt Ihren Durst nach Wachstum

Manhattan Associates ist in der einzigartigen Lage, Lebensmittelhändlern und Food-Service-Anbietern dabei zu helfen, diese Möglichkeiten für ihre Belange zu nutzen. Unsere Technologie nimmt Schlüsselfunktionen in den Lieferketten führender Lebensmittel- und Food-Service-Unternehmen ein. Diese bewährte Technologie zur Bestandsoptimierung steht nun zur Lösung einer Vielzahl von Problemen des Lebensmittel- und Food-Service-Bereichs zur Verfügung:

Haltbarkeitsmanagement: Wir wenden Maschinelles Lernen an, um sicherzustellen, dass der Lieferplan ständig unter Berücksichtigung der Haltbarkeit verderblicher Waren optimiert wird.

Ablaufkontrolle: Durch Nutzung tiefer Einblicke in die Mindesthaltbarkeitsdaten von Produkten stellt Manhattan sicher, dass Ihre Kapazitäten, Kunden immer mit frischen, erstklassigen Waren zu versorgen, nicht durch Abfälle scheitern.

Omni Inventory Optimization (OIO) für den Lebensmittelhandel: Dieser einzigartige Ansatz zur Optimierung des Einzelhandelsbestands gilt für Lebensmittelhändler, die sich die wachsende Komplexität der Online-Fulfilment-Optionen im Lebensmittelbereich zu Nutze machen.

Planung von Werbeangeboten: Dank Maschinellen Lernens können Lebensmittelhändler klar verstehen, welche Werbeaktionen den größten Einfluss auf den Verkauf an Verbraucher haben.

Mobiler Bereich: Durch eine moderne mobile Lösung behält das Filialpersonal bei der Bestandsstrategie des Unternehmens den Überblick und erhält die Möglichkeit, Erkenntnisse vor Ort direkt mit dem Einkaufsteam des Unternehmens zu teilen.

Machen Sie Trends zu Ihrem Wettbewerbsvorteil

Die Art, wie sich Lebensmittel durch die Lieferkette bewegen, ist einem starken Wandel unterworfen. Aber Wandel kann gut sein. Manhattan verfügt über die Expertise, den Weitblick und die Technologie, die Ihnen dabei helfen, Ihren Bestand zu optimieren, egal, welche Rolle Sie im Lebensmittelvertrieb spielen. Einfach gesagt ist es unser Ziel, technologische Innovationen anzuwenden, die es Lebensmittel- und Food-Service-Unternehmen ermöglichen, Kunden zu gewinnen, den Umsatz zu steigern, Abfall zu minimieren und Margen zu erhöhen.

In meinem nächsten Artikel werde ich mich näher mit einigen der Lösungen beschäftigen, die Ihnen helfen können, das Bestandsmanagement im Laden, im Vertriebszentrum und in Ihrer gesamten Lieferkette zu verbessern.

Mehr Informationen dazu, wie Ihnen Manhattan helfen kann, finden Sie unter Manhattan Active Inventory.

1 Fevad/Médiamétrie, April 2018

2 Nielsen und das Food Marketing Institute (FMI) 2018

3 McKinsey A fresh take on food retailing

4 Oliver Wyman Getting Fresh: Lessons from global leaders in fresh food

5 Oliver Wyman Getting Fresh: Lessons from global leaders in fresh food

6 NCR A Fresh Approach: Reduce spoilage and increase profits with demand-driven replenishment

Machen Sie das Beste aus Ihren Kundenversprechen