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Von der Implementierung zur Anwendung: Der Weg zum TMS-Erfolg

By Manhattan Staff,
From Implementation to Adoption: The Road to TMS Success

Ein führendes Transportmanagement-System (TMS) kann zur Unternehmenstransformation beitragen und Wettbewerbsvorteile erbringen. Führungskräfte im Transportbereich, die in ein TMS investieren, erhalten mehr Transparenz sowie besseres Execution- und Event-Management im gesamten Netzwerk, was verbesserte Service Levels mit sich bringt. Außerdem können sie ihren Betrieb für mehr Effizienz und das Erreichen einer angestrebten Kapitalrendite optimieren. Trotz vieler Praxisbeispiele für erfolgreiche Transformationen sind einige Führungskräfte immer noch skeptisch gegenüber der Einführung von TMS, und bei einigen blieben die Ergebnisse nach Einführung eines neuen Systems hinter ihren Erwartungen zurück. Was sind also die Hindernisse auf dem Weg zu einem erfolgreichen TMS-Projekt, und wie können Sie sie überwinden? Es gibt drei Schwerpunktgebiete:

  • Change Management: Abteilungsübergreifende Beteiligung – Einbindung sowohl von Führungskräften als auch von Endnutzern – Schulungen des Unternehmens in der korrekten Anwendung der Technologie
  • Projektmanagement: Festlegung realistischer Budgets, Fristen und Geschäftsergebnisse
  • Datenmanagement: Feststellung, Erhebung und Nutzbarmachung der benötigten Informationen zum Erreichen der Geschäftsziele

Wie bei jeder neuen Technologie bedeutet Implementierung nicht gleich Annahme und Nutzung. Möglicherweise halten viele Anwender den bisherigen Zustand für vollkommen ausreichend. Wird nicht deutlich erläutert, warum Veränderungen stattfinden und welche Vorteile sie mit sich bringen, könnten Teammitglieder eine Abwehrhaltung gegenüber einem neuen System einnehmen. Der Erfolg hängt davon ab, spezifische Ziele festzulegen, diese Ziele zu kommunizieren, Daten mit Praxisrelevanz zu erheben und Mitarbeiter im Umgang mit dem System zu schulen, um positive Geschäftsergebnisse zu ermöglichen. Ergebnisse sind wichtig, weil sie für Ihre Mitarbeiter eine Art Proof of Concept darstellen.

Fallstudie: National DCP

National DCP (NDCP) kümmert sich um Beschaffung und Vertrieb für Marken wie Dunkin' und Baskin Robbins. Das Transportnetzwerk des Unternehmens erstreckt sich über mehr als 45 Millionen Kilometer und umfasst über 8.100 Standorte. Das Unternehmen suchte nach einem Weg, sein TMS und WMS auf einer gemeinsamen Plattform zu vereinen, um einen effizienteren Betrieb bei gleichzeitiger Erfüllung kritischer Lieferfenster zu ermöglichen.

In nur 10 Monaten konnte NDCP sein TMS- und WMS-System vereinen und erhielt dadurch eine nie dagewesene Transparenz in Bezug auf die Lieferkette. Durch den Zugriff auf Echtzeitinformationen war mehr Flexibilität für ein dynamisches Transport-Routing möglich. Durch Transportmodellierung konnte das Unternehmen verschiedene Szenarien erkunden, den Betrieb effizienter gestalten und Gelegenheiten für Rücktransporte nutzen. Außerdem wurde durch die neue Technologie der Einsatz mobiler Apps im Lieferbetrieb möglich. Und NDCP konnte den Wert seiner enormen Straßeninfrastruktur erschließen. Der ROI des Projekts lag bei einer drei- bis siebenprozentigen Senkung der Transportkosten, einer Verbesserung von 10 bis 20 Prozent im Bereich der Rücktransporte und einer 10- bis 20-prozentigen Reduktion von Abfall und Verderb.

Das erfolgreiche Ergebnis war das Produkt eines klaren Plans, unternehmensübergreifender Vorbereitungen und der richtigen TMS-Lösung. „Unser Anbieter konnte die richtige Mischung aus Technologie, Schulungen und einfacher, schneller Implementierung bieten, und daneben die Möglichkeit zur effektiven Skalierung von IT-Kosten“, sagte Chris LaFaire, Senior Vice President für IT bei NDCP.

Der ROI von TMS

Aus Studien von mehr als 20 Jahren geht eindeutig hervor, dass TMS-Technologie Wertbeiträge und Kapitalrendite liefert. Tatsächlich sparen Unternehmen, die ein TMS implementieren, beim Transport durchschnittlich rund acht Prozent ein. Allerdings hat jedes Unternehmen spezielle Eigenschaften, Dynamiken und Herausforderungen, die sich auf die Geschwindigkeit und Höhe der Rendite auswirken. Zu diesen Faktoren gehören:

  • Der Umfang der implementierten Funktionen
  • Wie das TMS eingesetzt wird (Wareneingang/Import, Warenausgang/Export, Supplier Enablement usw.)
  • Ob das TMS in einem multimodalen Netzwerk (TL, LTL, Flotte, IM, Paket etc.) oder einem einfacheren Logistiknetzwerk eingesetzt wird
  • Der Umfang an Technologie, die bereits vor Einführung des neuen TMS vorhanden war

Heute sind führende TMS-Lösungen – insbesondere, wenn sie per Cloud bereitgestellt werden – leistungsfähiger, skalierbarer und günstiger denn je. Nach der Implementierung gibt es fünf Bereiche, die entscheidend zum ROI beitragen: Transportmodellierung, Beschaffung, Planung und Optimierung, Execution-, Visibility- und Event-Management sowie Abwicklung.

Unabhängig davon, wie ein TMS letztlich genutzt wird, sollten alle Projekte mit der Entwicklung einer gemeinsamen Unternehmensvision beginnen. Wichtige Stakeholder und Entscheidungsträger müssen sich über Unternehmensziele einig sein und einen Plan haben, um sie zu erreichen. Benutzerschulungen und die Akzeptanz durch die Endbenutzer sind ebenso entscheidend für den Erfolg und müssen gut geplant und überwacht werden. Und es ist nicht übertrieben, zu behaupten, dass Change Management über Erfolg oder Misserfolg eines TMS-Projekts entscheiden kann.

Case Study: Giant Eagle

Giant Eagle gehört mit einem Jahresumsatz von rund 8,9 Milliarden USD und über 460 Filialen zu den größten Lebensmittelhändlern und -vertrieben in Amerika. Hauptgrund für die Veränderung des Systems war eine Fragmentierung der Transporttechnologie, die auf drei unabhängige Systeme verteilt war und zu Chaos bei der Transportstrategie führte. Unterschiedliche Lieferzeiten für die Geschäfte sorgten für eine Dezentralisierung der Routenplanung, ständigen Lieferdruck, Ineffizienz und vergeudete Kilometer.

Giant Eagle führte seine Technologieplattformen im TMS von Manhattan zusammen. In Kombination mit Änderungen an betrieblichen Strukturen und Prozessen erhielt das Unternehmen durch die neue Technologie die Möglichkeit, sich auf Ladevolumen und Routenplanung zu konzentrieren, was zu einer Reduzierung der insgesamt gefahrenen Kilometer führte. In Bezug auf eingehende Lieferungen konnte durch die Verbindung von Auftragswesen und TMS verbessert werden, wie Transportkosten ausgewertet und ins System geladen werden. Durch Nutzung der TMS-Optimierungs-Engine und von Labor-Management-Funktionen konnte Giant Eagle seine Routen so umgestalten, dass tägliche und zweitägliche Lieferungen möglich wurden, und die Zeitpläne von Mitarbeitern an Lieferfenster anpassen. Alles in allem konnte das Unternehmen Leerfahrten um 8 Prozent und die Gesamtzahl der gefahrenen Kilometer um 7,7 Prozent reduzieren. Dies gelang durch eine Erhöhung des Liefervolumens um 7 Prozent sowie die Nutzung verfügbarer Kapazitäten für Rücktransporte, wodurch Ladekapazitäten besser ausgenutzt und Kosten für eingehende Lieferungen reduziert werden konnten.

„Das neue TMS gestattet uns den Wechsel zu einem viel effizienteren, nachhaltigeren und ganzheitlichen Transportmodell, das unsere gesamte Lieferkette effizienter macht“ sagte Ann-Marie Daugherty, Vice President für Logistik bei Giant Eagle.

Setzen Sie Ihren Kurs auf TMS

TMS stellt eine enorme Chance zur Leistungssteigerung und Kostensenkung in Ihrer gesamten Lieferkette dar. Eine erfolgreiche Implementierung erfordert jedoch Zusammenarbeit, das Einverständnis von Mitarbeitern sowie eine kontinuierliche Planung vor, während und nach der Einführung der Technologie. Manhattan Associates verfügt über die notwendige Erfahrung, Ihnen den Weg zum TMS-Erfolg zu weisen. Detailliertere Informationen zum gesamten Prozess bietet unser Podcast „Transportation Disruption“.

Für weitere Informationen über Manhattan TMS besuchen Sie manh.com/tms.

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