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Lebensmittelhandel in der neuen Normalität

By Jacky Marolleau,
Refreshing grocery in the wake of COVID-19

Eine Auffrischung des Lebensmittelhandels

Bisher war 2020 für Wirtschaft, Menschen und Organisationen weltweit ein Jahr des Wandels. Mit Ausnahme des Gesundheitswesens, war keine andere Branche im Kampf gegen COVID-19 so sichtbar an vorderster Front dabei wie die Lebensmittelindustrie, die buchstäblich Milliarden von gefährdeten Menschen auf der ganzen Welt während des Lock-Downs mit Essen versorgte. 

Es ist vielleicht nicht überraschend, dass die Lebensmittelindustrie von heute, die zu Zeiten der Pandemie mit an vorderster Front stand, ganz anders aussieht als noch zu Beginn des Jahres. Da der nicht lebensnotwendige Einzelhandel allmählich wieder anläuft, ist es für die Lebensmitteleinzelhändler an der Zeit, eine Bilanz ihrer bisherigen Erfolge zu ziehen und sich zu fragen: Wie sieht die "neue Normalität" aus? Und wie kann der Lebensmitteleinzelhandel den neuen Verbrauchererwartungen gerecht werden?

Anpassung an ein neues Szenario

Zunächst hat COVID-19 offensichtlich die Art und Weise verändert, wie Supermärkte aller Größen physisch aussehen: breitere Gänge (wo möglich); häufigere Reinigung der Toilettenbereiche; vermehrter Einsatz von kontaktlosen Kartenzahlungen (wodurch Supermärkte zum ersten wirklich "bargeldlosen" Teil der Gesellschaft werden könnten); mehr vorverpackte frische Ware wird verkauft (wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Virusübertragung bei losem Obst und Gemüse verringert wird).

Zweitens hat COVID-19 einen grundlegenden Einfluss darauf, wie und wann die Verbraucher heute Waren kaufen. Einem kürzlich in Forbes veröffentlichten digitalen Bericht von Adobe zufolge, hat die Pandemie das Wachstum des E-Commerce um bis zu sechs Jahre beschleunigt, was zu einem Anstieg des Gesamtanteils des E-Commerce über mobile Endgeräte (Mobile First) und zu einer erheblichen Zunahme relativ neuer, "hybrider" Kaufansätze wie Online-Kauf, Pickup-in-Store (BOPIS) oder sogar Curb-Side-Pickup geführt hat.

Darüber hinaus gab es nach Untersuchungen von McKinsey & Company auch signifikante Verschiebungen bei der Anzahl der Besuche, die Verbraucher bereit sind, in physischen Geschäften zu tätigen. Es kommt nicht unerwartet, dass dies zu größeren Warenkörben geführt hat, was die Abneigung der Verbraucher gegen physische Einkaufstouren unterstreicht und die Bereitschaft erhöht, mehr Geld pro Besuch auszugeben, um das Infektionsrisiko während des Einkaufs zu verringern.

Da sich die traditionelle Idee über die Verbraucherpsychologie und die Ausgabegewohnheiten weiterhin als ein eher pragmatischer Ansatz darstellt, wird sich die Lebensmittelindustrie weiterentwickeln müssen, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Es gibt daher einige Schlüsselfragen, die es zu berücksichtigen gilt: Wie sieht das "neue Normale" tatsächlich aus? Und was bedeutet das für die Branche, insbesondere in Hinblick auf Kunden und Lieferkettenprozesse?

Der E-Commerce-Boom wird anhalten

Es gibt nur wenige Anzeichen dafür, dass die durch COVID-19 beschleunigte E-Commerce-Explosion in absehbarer Zeit zurückgehen wird. In Verbindung mit der zunehmenden Beliebtheit von Kaufoptionen wie BOPIS und sogar Curbside-Pick-up, wird sich die Lebensmittelindustrie nach COVID-19 auf zwei Kernbereiche konzentrieren müssen: ein echtes, authentisches Omnichannel-Kundenerlebnis in den Mittelpunkt ihres Angebots zu stellen; und zweitens skalierbare, agile Technologielösungen zu haben, die Lager-, DC-, Lieferketten- und Transportmanagement-Teams die Flexibilität und Skalierbarkeit bieten, flexibel und innovativ zu sein.

Während viele in der Lebensmittelbranche ein rasches Wachstum des E-Commerce-Geschäfts beobachten, stellt das Fulfillment des E-Commerce-Geschäfts gleichzeitig eine Reihe von Herausforderungen dar. Zum Einen sind die Kosten für den Wiederverkauf deutlich höher, was bedeutet, dass Lebensmitteleinzelhändler nach effizienteren (mal automatisierten, mal robotergestützten) Kommissioniermöglichkeiten in ihren Vertriebszentren und "Dark Stores" suchen müssen.

Zweitens bietet der E-Commerce dem Verbraucher viel mehr Serviceoptionen. Ob es sich um Zustellschlitze für die Hauszustellung, BOPIS, Curbside-Pick-up oder Vorschläge für Artikel handelt, die nicht vorrätig sind, all diese Optionen erfordern Systeme, die zusammenarbeiten und kommunizieren können, von der einfachen Lagerhaltung bis hin zu Kommissionierung, Transport, Lieferung und Kundenkommunikation.

Die Zukunft ist vielversprechend, die Zukunft ist Omnichannel

Kein Bereich des globalen Handels ist von COVID-19 unberührt geblieben, doch selbst jetzt, nach einer solchen Katastrophe, besteht die Möglichkeit, die Industrielandschaft neu zu beleben und umzugestalten. Effektive E-Commerce- und hybride Fulfillment-Methoden zusammen mit echten Omnichannel-Fähigkeiten werden die Grundlage dieses regenerativen Prozesses für den globalen Einzelhandel (einschließlich des Lebensmittelhandels) und seine Milliarden von Kunden weltweit darstellen.

Trotz der Herausforderungen, mit denen sich viele in der Lebensmittelindustrie in den letzten vier Monaten konfrontiert sahen, bleibt die Technologie eine wichtige Priorität, so die Ergebnisse des jährlichen Flagship-Berichts der Retail Week. Wenn wir also den Blick auf die Zukunft Post-Corona-Virus richten, muss man sich die Frage stellen: Sind die ERP-Lösungen, die aktuell eingesetzt werden, für den Einsatz in einem so dynamischen und schnelllebigen Geschäftsumfeld wie dem heutigen geeignet?

Ob digitale Selbstbedienung, BOPIS und Curbside-Pick-up, effektivere Bestandsverwaltung, Dark-Site-Spin-ups oder echte Omnichannel-Fähigkeiten - die branchenführenden Lösungen und Expertenteams von Manhattan Associates (von Gartner seit mehr als einem Jahrzehnt als Marktführer ernannt) helfen Ihnen und Ihren Team, die Herausforderungen der "neuen Normalität" in der Lebensmittelbranche zu meistern.

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