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Ladenbestandsgenauigkeit und Fulfillment

By Manhattan Staff,
The Retail Inventory Imperative: Store Inventory Accuracy

Erfolgreiches Omnichannel-Fulfillment beginnt mit einem präzisen Ladenbestand. Das ist der entscheidende Faktor, um Ihre Kundenversprechen auf profitable Weise halten zu können. Die richtige Technologie kann Ihnen dabei helfen, die Hürde der Ladenbestandsgenauigkeit zu nehmen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Omnichannel-Fulfillment einen hohen Stellenwert für moderne Einzelhändler hat. Gleichzeitig bringt es jedoch auch neue Risiken mit sich, da Läden zu einem zunehmend wichtigeren Bestandteil der Omnichannel-Fulfillment-Strategie von Einzelhändlern werden. Während entgangene Verkäufe ein offensichtliches Risiko darstellen, gibt es noch ein anderes: Das Risiko, Kunden zu enttäuschen. Wenn ein Händler einem Onlinekunden verspricht, dass eine Bestellung zu einer bestimmten Zeit in einem Geschäft vor Ort zur Abholung bereit ist, erwartet der Kunde, dass sie tatsächlich bereit ist. Wenn sie das nicht ist, ist der Kunde möglicherweise frustriert und enttäuscht. Auf dem heutigen, von starkem Wettbewerb geprägten Markt, kann dieses Erlebnis prägend sein und folglich dem Ansehen Ihrer Marke schaden. Tatsächlich fand Forrester Research heraus, dass schlechter Kundendienst in den USA zu annullierten und entgangenen Verkäufen in Höhe von schätzungsweise 62 Milliarde US-Dollar pro Jahr führt.[1]

Eine hohe operative Abwicklung kann helfen, eine außergewöhnlich hohe Markentreue zu erzeugen. Ein schlechtes Ergebnis wiederum kann Kunden vergraulen. Beim Omnichannel-Fulfillment sind die Tätigkeiten im Laden entscheidend dafür, dass Kundenversprechen eingehalten werden.

Allerdings ist das einfacher gesagt als getan, vor allem im Bereich Ladenbestandsverwaltung, dem Fundament des Omnichannel-Fulfillment-Erlebnisses. Die Läden müssen zu Experten in der präzisen Verwaltung des Ladenbestands werden, da dieser nicht länger für den betreffenden Laden vorgemerkt wird – er ist jetzt über mehrere Kanäle hinweg für den Verkauf verfügbar.

Einzelhandelsgeschäfte haben seit jeher Probleme gehabt, die Bestände genau zu verfolgen. Das liegt an der Komplexität der Läden, wo alles ausgepackt und einzeln ausgestellt ist, während möglicherweise Hunderte von Menschen auf die einzelnen Artikel zugreifen und diese bewegen (oder entfernen) können, ohne dass das groß verhindert werden könnte. Während das Chaos im Bestand eines bestimmten Ladens zu einigen Kopfschmerzen sowie zu Verlusten durch Schwund und Ineffizienz führen kann, waren in der Vergangenheit lediglich die Kunden der jeweiligen Geschäfte davon betroffen. Doch die Welt hat sich verändert. Heute ist die Customer Experience bei einem Händler in großem Maße von dem Versprechen abhängig, dass ein Artikel sofort im Laden abgeholt oder am selben Tag geliefert werden kann.

Im Omnichannel-Handel ist die Ladenbestandsverfügbarkeit durch Tools wie globale Bestandssicht für alle Vertriebskanäle eines Händlers frei ersichtlich und für Handels-Engines verfügbar. Die Benutzer dieser Vertriebskanäle – z. B. Kunden, die online bestellen, oder Mitarbeiter im Contact Center – gehen davon aus, dass die veröffentlichten Informationen zur Lagerbestandsverfügbarkeit korrekt sind und dass der Artikel tatsächlich da ist, wenn der Kunde kommt, um ihn abzuholen. Die Herausforderung besteht darin, die Fähigkeit der einzelnen Läden zur präzisen Bestandsverwaltung zu verbessern, damit die Informationen, die in die Engines für die globale Bestandssicht eingegeben werden, immer präziser werden. Das wiederum erhöht die Genauigkeit der Verfügbarkeitsinformationen, wenn ein Kunde oder Vertriebsmitarbeiter vor einem Verkaufsabschluss die Verfügbarkeit des Bestands eines bestimmten Geschäfts online prüft.

Es gibt grundlegende operationale Verbesserungen, die Händler vornehmen können, um die Lagerbestandsgenauigkeit zu steigern: Enablement von Ladenmitarbeitern und Automatisierung des Lagerbestands.

Die Bestandsverwaltung der Ladenmitarbeiter verbessern

Ladenmitarbeiter stehen im Hinblick auf die Verwaltung des Lagerbestands an vorderster Front. Ihre Arbeit wird jeden Tag komplexer, da die Anforderungen an das Laden-Fulfillment steigen. Eine allgemeine betriebliche Verbesserung, die Einzelhändler vornehmen können, ist es, den Ladenmitarbeitern Anwendungen zur Verfügung zu stellen, die ihre Arbeit bei der Ladenbestandsverwaltung vereinfachen, beschleunigen und verfeinern.

Durch das Hinzufügen von gesteuerten Bestandsverwaltungsmöglichkeiten auf Mobilgeräten zu Ladenarbeiten sind Ladenmitarbeiter dank der Informationen und Tools, die ihre Arbeit bei der Bestandsverwaltung beschleunigen, besser ausgestattet, was wiederum die Pünktlichkeit von Bestandsaktualisierungen verbessert. Des Weiteren lassen sich durch einen nahtlosen Prozess für die Verwaltung von Bestandsaktualisierungen mehrere fehleranfällige Schritte bei der Dateneingabe überspringen, was zu einer deutlichen Steigerung der Bestandsgenauigkeit beiträgt.

Anwendungen wie Manhattan Store Inventory helfen Ladenteams dabei, die Genauigkeit des Ladenbestands zu steigern und dadurch die Verkaufszahlen zu erhöhen sowie das Risiko von nicht vorrätigen Artikeln zu senken. Mobile Ressourcen zur Verwaltung von Wareneingang und Lagerbeständen, die für Ladenmitarbeiter entwickelt wurden, stellen eine Orientierungshilfe dar und bieten Datenaktualisierungen. Dadurch sorgen sie für eine End-to-End-Bestandsverwaltung, einschließlich Ladenbestückung, Site-to-Store-Bestellungen, Rückzüge und Transfers, und das nach Ladung, Kiste, Karton oder Artikel. Außerdem hilft die Echtzeitverwaltung von Ad-hoc-Bestandsanpassungen, z. B. Handhaben von Schäden oder Schwund, bei der Verbesserung der globalen Bestandsgenauigkeit, indem Bestandsdispositionen in Echtzeit verwaltet werden. Doch das mobile Bestandsmanagement ist nur der Anfang.

Automatisieren von Ladenbestandsverfolgung und -aktualisierungen

Das Unterstützen von Ladenteams bei der besseren Verwaltung des Ladenbestands kann zwar einen großen Beitrag zur Steigerung der Genauigkeit leisten, doch die vollständige Automatisierung der Ladenbestandsverfolgung mit IoT-Lösungen wie RFID hebt das auf die nächste Stufe. Das RFID Lab der Auburn University hat herausgefunden, dass die Ladenbestandsgenauigkeit auf über 99 Prozent steigt, wenn der Ladenbestand mit RFID-Tags verfügbar gemacht wird. Die traditionelle Bestandsgenauigkeit liegt üblicherweise unter 70 Prozent.

Manhattan Order Management und Store Inventory arbeiten mit RFID-Lesern und Lösungen wie Zebra SmartLens, um die Informationen von Artikeln mit RFID-Tags in dem Laden automatisch abzurufen, wenn diese bewegt werden. Wird ein Artikel in den Laden hinein, aus dem Laden heraus oder im Laden bewegt, wird der Bestandsstatus auf die globale Bestandssicht aktualisiert. Mit RFID-optimierten Ladenbestandsdaten wird die Ladenbestandsverwaltung hochgradig automatisiert, was Einzelhändlern dabei hilft, die Bestandsverfügbarkeit für die Vertriebskanäle früher und präziser offenzulegen, was wiederum die Vertriebsleistung steigert.

Durch den Zugriff auf den Bestand in Läden, und nicht bloß in Vetriebszentren, zum Zweck des Fulfillments von Onlinebestellungen, bietet sich Einzelhändlern eine ausgezeichnete Möglichkeit, die unersättliche Nachfrage der Kunden nach Komfort und sofortiger Abwicklung zu befriedigen und gleichzeitig Enttäuschungen sowie entgangene Verkäufe aufgrund von ausverkauften Artikeln zu reduzieren. Entscheidend für das Anbieten von mehreren Optionen für das Laden-Fulfillment ist, jedem Vertriebskanal zu jeder Zeit einen äußerst präzisen Einblick in die Lagerbestandsverfügbarkeit zu ermöglichen. Dazu müssen Einzelhändler Wege finden, die Fähigkeiten des Ladens im Hinblick auf die Bestandverwaltung zu verbessern und die Bestandsgenauigkeit zu steigern – denn das erzeugt beim Kunden das Vertrauen, dass die Versprechen immer gehalten werden.

Machen Sie das Beste aus Ihren Kundenversprechen