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Flexible Automatisierung für verbesserte Abläufe in Lager und Fulfilment Center

By John Santagate,
Flexible Automation Delivers Improved Warehouse and Fulfillment Center Operations

Durch den boomenden Internethandel und Direct-2-Consumer-Fulfillment (D2C) in Kombination mit den Herausforderungen des Arbeitsmarktes entsteht ein enormer Druck auf Unternehmen, Abläufe in ihren Warenlagern und Fulfilment Centern zu optimieren. Allerdings haben die meisten Organisationen in diesem Bereich nicht die Größe oder das Budget, um in eine vollständige Automatisierung zu investieren.

Aber wie können sich diese Unternehmen erfolgreich dem Wettbewerb in einer immer stärker automatisierten Branche stellen? Eine Antwort ist die Investition in flexible Automatisierung, die durch moderne Autonomous Mobile Robotics (AMRs) ermöglicht wird.

Übersicht über den AMR-Markt

Seit 2012 gab es am Markt eine wahre Explosion im Bereich der Autonomous Mobile Robots. Es gibt Dutzende von Anbietern – jeweils mit ganz eigenen Formen, Features oder Funktionen – die AMRs für Warenlager und Fulfilment Center bieten. Diese Technologie übernimmt große Teile der Materialbeförderung und trägt dazu bei, dass der Betrieb in vielerlei Hinsicht signifikant verbessert wird. Tatsächlich ergab eine kürzlich von der IDC durchgeführte Marktuntersuchung, dass der Einsatz kommerzieller Servicerobotik-Technologie in über 70 Prozent der Fälle zu zweistelligen Verbesserungen in Bezug auf Produktivität, Effizienz und Kapazität führte.

Kostengünstigere Ausweitung von Kapazitäten

Historisch betrachtet bedeuteten Nachfragespitzen stets eine Ausweitung der Kapazitäten durch mehr Arbeitskräfte. Je mehr Menschen im Warenlager und/oder Fulfilment Center, umso stärker erhöhte sich die Kapazität. Beim heutigen Arbeitsmarkt stellt dies jedoch sowohl eine bedeutende Herausforderung als auch eine sehr kostspielige Herangehensweise dar. Da Fachkräfte knapp sind, steigen der Wettbewerb um verfügbare Mitarbeiter und damit die Arbeitskosten.

AMRs stellen eine Lösung für diese Herausforderung dar, da sie Aufgaben übernehmen, die traditionell von Menschen durchgeführt wurden, etwa das Schieben von Rollwagen oder, in manchen Fällen, die Produktentnahme aus Regalen. Dadurch können sich Mitarbeiter auf andere wertsteigerndere Aktivitäten konzentrieren. Und weil viele AMR-Anbieter bereit sind, Kunden ihre Roboter „as a Service“ zur Verfügung zu stellen, können diese jetzt zusätzliche Roboter je nach Bedarf einsetzen. So ist es möglich, Unternehmen zu skalieren, ohne dass zwangsläufig die Kapazitäten durch Arbeitskräfte erhöht werden müssen. Die meisten AMRs sind nicht dafür entwickelt, Menschen zu ersetzen. Vielmehr erweitern sie die vorhandene Arbeitsreserve und fördern erhöhte Leistung und Effizienz.

Technologie über AMRs hinaus

Der Markt für Roboter, die Auswahlaufgaben übernehmen können, wächst ebenfalls, teilweise durch das Robot-as-a-Service-Modell. Auch hier stellen Anbieter ihre Technologie ohne große Vorauszahlungen zur Verfügung, sodass Anwender ihren Wert und die entstehenden Erträge auf die Probe stellen können. Es handelt sich um ein Modell, das zu erschwinglichen Preisen eine höhere Kapazität, Produktivität und Effizienz sowie eine Vielzahl weiterer Vorteile bieten kann.  Mobile Roboter mit Armen können Einzelteile aufnehmen, robotische Armarbeitszellen können bei der Sortierung und Beförderung von Einzelteilen eingesetzt werden und Roboter, die mit RFID-Lesegeräten ausgestattet sind, können die Bestandsverwaltung automatisieren.

Sowohl Roboterarme als auch mobile Roboter bieten die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Personen im Vertriebszentrum und genau diese hybriden „Cobot“-Workflows versprechen eine erhöhte Flexibilität und Produktivität. Die Fähigkeit von Robotern, Sensoren, Vision-Technologie und Künstliche Intelligenz zu nutzen, um ihre Umgebung – in Echtzeit – wahrzunehmen und auf sie zu reagieren, hat entscheidend dazu beigetragen, dass sie so schnell angenommen wurden. Viele dieser Roboter werden speziell im Hinblick auf Sicherheit gefertigt, sodass kontrollierte, nutzbringende Interaktionen mit Personen, die in dieselben Prozesse involviert sind, garantiert werden können. Tatsächlich ist Sicherheit einer der wichtigsten Aspekte bei der Vermarktung von flexibler Automatisierung und Robotik.

Und Interaktion durch Roboter geht über die Interaktion zwischen Mensch und Maschine hinaus.  Betriebsvorgänge in Warenlager und Fulfilment Center werden durch ein WMS gesteuert. Eine vollständige Integration ist beim Einsatz von Robotern nicht immer notwendig, gilt aber durchaus als Best Practice. Tatsächlich wird es einfacher, Roboter einzusetzen und ihr Potenzial voll auszuschöpfen, je unkomplizierter sich Robotik und WMS integrieren lassen – Manhattan Associates hat diesen Trend erkannt und ein WES direkt in sein WMS eingebaut, um die Koordination von Mensch und Maschine im Warenlager zu optimieren. Hinzu kommt, dass die Integration von Robotern und WMS dazu beiträgt, Daten in Zusammenhang mit Prozessen zu erheben, die sonst nicht zugänglich oder durch manuelle Erhebung suboptimiert wären.

Ein Wort zum Abschluss

AMRs verschiedener Anbieter sind in der Lage, eine Vielzahl von Funktionen im Warenlager auszuführen, darunter sowohl autonome Bewegung als auch die Verarbeitung von Produkten. Trotz des rasant steigenden Interesses am Einsatz von Robotik steht der Markt noch ganz am Anfang. Uns steht diesbezüglich noch ein enormes Wachstum bevor, insbesondere, da Unternehmen, die bisher auf Grund von Budgets oder anderen Einschränkungen einen Bogen um Automatisierung gemacht haben, ihre potenziellen Vorteile erkennen und verstehen, dass die Zukunft dieser Branche in gewissem Maß durch flexible Automatisierung erst möglich gemacht wird.

Im nächsten Artikel untersuchen wir spezielle Innovationen aus dem Bereich Human-Technology, die beeinflussen, wie Arbeit im Lager verrichtet wird.

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